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Marseille und die Mode

30 Jun

„Mode gibt’s nur, wenn sie auch auf die Strasse geht“ Coco Chanel

Die Pioniere der Textil- und Modebranche setzen in Marseille neue Trends und schaffen einen eigenen Stil. Garella, Sugar, Blanc Bleu, Pain de Sucre, Kulte, Poivre Blanc, Olly Gan, Banana Moon oder Sessun sind einige der Gruppen, die den Ruf und die Entwicklung in dieser Branche belegen.

Im Jahre 2003 liegt die Region PACA, deren Hauptstadt Marseille ist, an dritter Stelle in der Textil- und Modebranche. Marseiller Marken haben einen guten Wettbewerb und einen Markt geschaffen. Max Mara, Christian Lacroix, Kenzo, Ventilo, Marithé und François Girbaud, Diesel und andere Multiproduktunternehmen (Vanessa Bruno, Jean-Paul Gaultier, Céline…) setzen Trends und beweisen, dass die Eleganz auch auf die Strasse geht.

Die Modestraße liegt in der Rue de la Tour und ist seit 1997 nur einem Thema gewidmet… der Mode.

Zahlen und Stoffe!

Marseille ist das wichtigste Zentrum im Bereich Textil und Bekleidung der Region PACA mit 2382 Betrieben und 6812 Beschäftigten, darunter 5918 fest Angestellten.
Eine von fünf Marken hat ihren Sitz in Marseille und mehr als 23% der regionalen Arbeitsplätze befinden sich in Marseille.
Im Einzelhandel arbeiten 57% der Beschäftigten des Bereichs Textil und Bekleidung, der zwischen 1999 und 2003 ein Wachstum von 10,3% zu verzeichnen hatte, d.h. 370 zusätzliche Arbeitsplätze wurden in diesem Zeitraum geschaffen.

L’Espace Mode Méditerranée (Modezentrum Mittelmeer)

In einem Gebäude im Hausmann’schen Stil mit einer Fläche von 3000 m2, das 1993 von Jean-Michel Wilmotte saniert wurde, befinden sich das Institut Mode Méditerranée, das 1988 von Maryline Bellieud-Vigouroux ins Leben gerufen wurde, und das Modemuseum (Musée de la Mode). 6000 Stücke und Zubehör bilden die ständige Sammlung des Museums, das regelmässig Sonderausstellungen veranstaltet; Chanel, St. Laurent, Paco Rabanne, Christian Lacroix ziehen das Interesse des Besuchers auf sich und haben die Geschichte der Mode geprägt mit dem berühmten kleinen Schwarzen, phantastischen Ballettkostümen, prachtvollen Stücken aus Metall und schmeichelnden Druckmustern, die der berühmten Trachten der Arleserinnen würdig sind…

Die Sammlungen Mouna Ayoub verleihen dem Museum die Atmosphäre eines grossen Balls und regen zu festlichen Abendgesellschaften an. Ein Dokumentationszentrum ist ganz auf Mode und Kostüme spezialisiert und steht der Forschungsarbeit von Modeschöpfern, Studenten und Profis zur Verfügung.
Das Institut Mode Méditerranée fördert regionale Modeschöpfer und hat die Aufgabe, sie in ihrem Schaffen und bei der Absatzförderung zu unterstützen.

http://www.espacemodemediterranee.com/

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Alexandra Vanderschueren & DIPTYCH

29 Jun

Gewinnerin 2010

Alexandra Verschueren

Alexandra Verschueren ist die Gewinnerin des Modefestival Hyeres 2010. Sie ist in Belgien geboren. Sie hat ihren Abschluss mit 21 jahren  an der Akademie der bildenden Künste in Antwerpen  dieses Jahr gemacht.

Ihre Kollektion lehnt sich sehr an Architektur, Minimalismus und Geometrie.  Ihre Kleidung geht auch oft in die 3 Dimensionalität. Demnach verbindet Alexandra Verscheren graphic Design und fashion Design. Ihr Hauptfokus liegt im Umarbeiten von Papier in Gewebe. Sie behandelt ihre Stoffe als wären sie Papier.

Dries Van Noten: „ we are sure that wont bet he last time something like that happens to Alexandra Verschueren“.

Ali Zedtwitz & Valerie Lange DIPTYCH

Ali und Valerie wurden beide in Wien geboren. Sie haben sich während  ihrem Studium an der Angewandten kennen gelernt. 2005 hat ihr Professor Raf Simons sie in sein Team aufgenommen. Wo sie dann anschließend bei Jil  Sander in Mailand gearbeitet haben.

Nach 2  Seasonen sind sie wieder nach Wien zurückgegangen und haben dort 2009 ihr Label DIPTYCH gegründet. Ihre Designs sind eher schlicht  in Form und Farbe. Die  mit Blumen besteckten Accesiors erinnern an mexikanische Tracht und geben den  Kleidern das „gewisse  Etwas“ .

ROBIN SCHWARTZ

29 Jun

Robin Schwartz ist eine international angesehene Fotografin.

Ihre Bilder finden sich in Sammlungen des Metropolitan Museum of Art und des Museum of Modern Art sowie dem National Museum of Art und noch vielen weiteren  Ausstellungseinrichtungen.

Sie arbeitet seit vielen Jahren kontinuierlich an drei Serien die sie ständig erweitert.

„Amelia´s World“, „Primate Portraits“ und „Dogs, Arrabers, Mexico“ sind die Überschriften dieser.

„Amelia´s World“ ist eine Fotostrecke die von ihrer Tochter und  deren Umgang mit Tieren aller Art handelt. Auf jedem Bild findet sich Amelia in einer spielerischen Handlung mit einem Hund, Affen, Katzen, Elefanten und was die regionale Tierwelt gerade hergibt.

Robin Schwartz unterrichtet seit vielen Jahren an der Paterson University in New Jersey in einer Fotografie-Klasse.

Rue de la Canebière – von Sophie Lingg und Johanna Mark

29 Jun

La Canebiere ist die ehemalige Prachtstraße Marseilles. Sie verläuft vom alten Hafen weg, bis hin zur Kirch St. Vincent de Paul, die Kirche der Reformierten.

Geschichte:

Die Canebière wurde 1666 im Zuge der von Ludwig XIV angeordneten Stadterweiterung angelegt. Ihr Name wird vom Wort „Canebe“ – Hanf – abgeleitet, was an die Seilmacher erinnern soll, die hier ab dem Mittelalter ansässig waren.

Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Straße bis zum Hafen verlängert, als das Grand Arsenal verlegt wurde. Die großartigen Gebäude der ehemaligen Prunkstraße entstanden erst im Anschluss an diese Verlängerung und im Laufe der Kolonialzeit.

Dank der Cafés, großen Hotels und Geschäfte, die zahlreiche Intellektuelle und Geschäftsleute anziehen, erwirbt die Canebière Weltruhm und wird zu einem Symbol für die Hafenstadt Marseille.

Offiziell führt die Canebière seit 1928 vom Alten Hafen bis zur Kirche Les Réformés.
 Einige der an der Canebière stehenden Gebäude stehen unter Denkmalschutz. Außerdem findet der berühmte Weihnachtsmarkt von Marseille seit 1803 auf der Rue de la Canebière statt.

Seit den 70er Jahren hat die einstige Prachtstraße aber ihren Charme verloren. Durch den Verkehrszuwachs ist sie zu einer vielbefahrenen Straße geworden. Sie wird auch gerne mit der in Paris gelegenen Avenue des Champs-Élysées  verglichen.

Zwischen Cours Belsunce beziehungsweise Cours Saint-Louis und Boulevard Dugommier/Boulevard Garibaldi gibt es überwiegend bereits verfallende oder vernachlässigte Fassaden.Es wird bereits daran gearbeitet, die gesamte Straße mit Umgebung wieder lebenswerter zu gestalten, z.B mit der Erneuerung der alten Straßenbahnstrecke und neuen Wagen der „Tramway 68“.

Einige Gebäude haben allerdings besonders schöne Fassaden aus dem 18. und 19. Jh., zum Beispiel des Börsengebäude und die Gebäude der heutigen Kaufhäuser Monoprix und C & A

Nun noch ein paar Sehenswürdigkeiten:

Hôtel de Noailles

Dieses schöne Hotel wurde 1865 vom Architekten Bérengier erbaut. Das Luxushotel, in dem bedeutende Persönlichkeiten wie auch Künstler und Politiker wohnten, wurde bis 1979 betrieben.
Im übrigen waren sämtliche Hotels der Rue Noailles so berühmt, dass ihnen in der lokalen Zeitung sogar eine eigene Rubrik gewidmet wurde. Heute ist das „Noailles“, das nach wie vor zu einer der besten Adressen in Marseille gehört, ein Bürogebäude.

Die Oper

Zahlreiche, über die ganze Stadt verteilte Bühnen zeugen vom Interesse der Bevölkerung von Marseille für Theater und Oper. Das „Grand Théâtre“ wurde nachh dem Abriss des Arsenals erbaut.

Das „Grand Théâtre“, wurde vom des Architekten Bernard im neoklassizistischen Stil erbaut. 1919 wurden Bühne und Saal vollständig durch einen Brand zerstört; nur die tragenden Wände und die Steinfassade blieben erhalten. Von 1921 bis 1924 wurde die Oper im Art Déco-Stil wieder aufgebaut. Castels Idee war, eine Vielfalt von Künstlern zu bitten, an dem Bau mitzuwirken, und dies in den verschiedensten Bereichen: Malerei, Skulptur, Mosaik, Kunstschmiedearbeiten, usw.

Die Marseiller Oper ist weltweit eines der wenigen Beispiele von im Art Déco-Stil gestalteten öffentlichen Bauten.

Das Café Turc

Das Café Turc war eins der ersten exklusiven Cafés auf der Canebière. Es war mit einem orientalischen Salon eingerichtet und hatte, um die Weltoffenheit der Stadt zu symbolisieren, eine Uhr, die die Uhrzeiten von der Türkei, China, Arabien und Europa anzeigte. Leider wurde das Café Turc, mit seinem besonderen Flair, nach dem ersten Weltkrieg geschlossen.

Das „Monument aux Mobiles“

Das „Monument aux Mobiles“ wurde 1894 für die im Krieg von 1870 gefallenen Soldaten errichtet. Es zeigt die Verkörperung des bewaffneten Frankreichs, zu deren Füßen tapfere Soldaten liegen. Das Gefallenendenkmal ist häufig der Ausgangspunkt von Demonstrationen, aber auch von Paraden und Umzügen, wie z. B. am Nationalfeiertag, dem 14. Juli, oder beim Karneval, wo die Helden des Tages unter dem Jubel des stets zum Feiern aufgelegten Publikums stolz ihre Kostüme auf der Canebière vorführen.

Les allées de Meilhan

Die Allées de Meilhan bilden den letzten Abschnitt der Canebière. Der Ausbau im Jahr 1666 sah eine öffentliche Promenade vor den Toren der Stadt vor. Die Bauarbeiten wurden 1775 abgeschlossen. Die Allee war damals berühmt für ihre Tanzlokale, in denen sich vor allem die jungen Leute amüsierten.
Der Stil der Gebäude unterscheidet sich grundlegend von dem der auf der Canebière und der Rue Noailles stehenden Bauten, die zum Großteil Ende des 18. Jahrhunderts errichtet wurden. Auf diesem Teilstück der Canebière findet der alljährliche Weihnachtsmarkt statt, eine der lebendigsten und beliebtesten Traditionen in Marseille.
Am Ende der Revolution begann ein Marseiller mit  der Herstellung von bemalten Tonfiguren, den „Santouns“, was so viel heißt wie kleine Heilige, diese werden an Weihnachten als Krippenfiguren verwendet.

Die Geschichte des Weihnachtsmarkts reicht bis zur französischen Revolution zurück, und macht ihn somit zum ältesten Markt für provenzalische Krippenfiguren.
Weihnachten 1803 wurden erstmals die Santouns auf dem Markt verkauft.

Der Weihnachtsmarkt von Marseille wird jedes Jahr am letzten Sonntag im November eröffnet und dauert bis zum 31. Dezember.

Kirche Les réformés, St. Vincent de Paul

Im 14. Jahrhundert ließen sich die Augustiner-Eremiten am Alten Hafen nieder, wo heute die Kirche Saint-Ferréol steht. Im 16. Jahrhundert wurde der Orden reformiert und erbaute als neuer Orden am Ende der Canebière ein neues Kloster. Im Jahre 1803 wurde in dem ständig anwachsenden Viertel eine neue Gemeinde gegründet.

Rue de la Canebière

29 Jun

La Canebiere ist die ehemalige Prachtstraße Marseilles. Sie verläuft vom alten Hafen weg, bis hin zu Kirche St. Vincent de Paul, die Kirche der Reformierten.

Die Canebière wurde 1666 im Zuge der von Ludwig dem XIV. angeordneten Stadterweiterung angelegt. Ihr Name wird vom Wort „Canebe“ – Hanf – abgeleitet, was an die Seilmacher erinnern soll, die hier ab dem Mittelalter ansässig waren. Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Straße bis zum Hafen verlängert, als das Grand Arsenal verlegt wurde. Die großartigen Gebäude der ehemaligen Prunkstraße entstanden erst im Anschluss an diese Verlängerung und im Laufe der Kolonialzeit.

Dank der Cafés, großen Hotels und Geschäfte, die zahlreiche Intellektuelle und Geschäftsleute anziehen, erwirbt die Canebière Weltruhm und wird zu einem Symbol für die Hafenstadt Marseille. Offiziell führt die Canebière seit 1928 vom Alten Hafen bis zur Kirche Les Réformés.
Einige der an der Canebière stehenden Gebäude stehen unter Denkmalschutz. Außerdem findet der berühmte Weihnachtsmarkt von Marseille seit 1803 auf der Rue de la Canebière statt.

Seit den 70er Jahren hat die einstige Prachtstraße aber ihren Charme verloren. Durch den Verkehrszuwachs ist sie zu einer vielbefahrenen Straße geworden. Sie wird auch gerne mit der in Paris gelegenen Avenue des Champs-Élysées verglichen.

Zwischen Cours Belsunce beziehungsweise Cours Saint-Louis und Boulevard Dugommier/Boulevard Garibaldi gibt es überwiegend bereits verfallende oder vernachlässigte Fassaden.

Es wird bereits daran gearbeitet, die gesamte Straße mit Umgebung wieder lebenswerter zu gestalten, z.B mit der Erneuerung der alten Straßenbahnstrecke und neuen Wagen der „Tramway 68“.

Einige Gebäude haben allerdings besonders schöne Fassaden aus dem 18. und 19. Jh., zum Beispiel des Börsengebäude und die Gebäude der heutigen Kaufhäuser Monoprix und C & A

Nun noch ein paar Sehenswürdigkeiten:

Hôtel de Noailles

Dieses schöne Hotel wurde 1865 vom Architekten Bérengier erbaut. Das Luxushotel, in dem bedeutende Persönlichkeiten wie auch Künstler und Politiker wohnten, wurde bis 1979 betrieben.
Im übrigen waren sämtliche Hotels der Rue Noailles so berühmt, dass ihnen in der lokalen Zeitung sogar eine eigene Rubrik gewidmet wurde. Heute ist das „Noailles“, das nach wie vor zu einer der besten Adressen in Marseille gehört, ein Bürogebäude.

Die Oper

Zahlreiche, über die ganze Stadt verteilte Bühnen zeugen vom Interesse der Bevölkerung von Marseille für Theater und Oper. Das „Grand Théâtre“ wurde nachh dem Abriss des Arsenals erbaut.

Das „Grand Théâtre“, wurde vom des Architekten Bernard im neoklassizistischen Stil erbaut. 1919 wurden Bühne und Saal vollständig durch einen Brand zerstört; nur die tragenden Wände und die Steinfassade blieben erhalten. Von 1921 bis 1924 wurde die Oper im Art Déco-Stil wieder aufgebaut. Castels Idee war, eine Vielfalt von Künstlern zu bitten, an dem Bau mitzuwirken, und dies in den verschiedensten Bereichen: Malerei, Skulptur, Mosaik, Kunstschmiedearbeiten, usw.

Die Marseiller Oper ist weltweit eines der wenigen Beispiele von im Art Déco-Stil gestalteten öffentlichen Bauten.

Das Café Turc

Das Café Turc war eins der ersten exklusiven Cafés auf der Canebière. Es war mit einem orientalischen Salon eingerichtet und hatte, um die Weltoffenheit der Stadt zu symbolisieren, eine Uhr, die die Uhrzeiten von der Türkei, China, Arabien und Europa anzeigte. Leider wurde das Café Turc, mit seinem besonderen Flair, nach dem ersten Weltkrieg geschlossen.

Das „Monument aux Mobiles“

Das „Monument aux Mobiles“ wurde 1894 für die im Krieg von 1870 gefallenen Soldaten errichtet. Es zeigt die Verkörperung des bewaffneten Frankreichs, zu deren Füßen tapfere Soldaten liegen. Das Gefallenendenkmal ist häufig der Ausgangspunkt von Demonstrationen, aber auch von Paraden und Umzügen, wie z. B. am Nationalfeiertag, dem 14. Juli, oder beim Karneval, wo die Helden des Tages unter dem Jubel des stets zum Feiern aufgelegten Publikums stolz ihre Kostüme auf der Canebière vorführen.

Les allées de Meilhan

Die Allées de Meilhan bilden den letzten Abschnitt der Canebière. Der Ausbau im Jahr 1666 sah eine öffentliche Promenade vor den Toren der Stadt vor. Die Bauarbeiten wurden 1775 abgeschlossen. Die Allee war damals berühmt für ihre Tanzlokale, in denen sich vor allem die jungen Leute amüsierten.
Der Stil der Gebäude unterscheidet sich grundlegend von dem der auf der Canebière und der Rue Noailles stehenden Bauten, die zum Großteil Ende des 18. Jahrhunderts errichtet wurden. Auf diesem Teilstück der Canebière findet der alljährliche Weihnachtsmarkt statt, eine der lebendigsten und beliebtesten Traditionen in Marseille.
Am Ende der Revolution begann ein Marseiller mit  der Herstellung von bemalten Tonfiguren, den „Santouns“, was so viel heißt wie kleine Heilige, diese werden an Weihnachten als Krippenfiguren verwendet.

Die Geschichte des Weihnachtsmarkts reicht bis zur französischen Revolution zurück, und macht ihn somit zum ältesten Markt für provenzalische Krippenfiguren.
Weihnachten 1803 wurden erstmals die Santouns auf dem Markt verkauft.

Der Weihnachtsmarkt von Marseille wird jedes Jahr am letzten Sonntag im November eröffnet und dauert bis zum 31. Dezember.

Kirche Les réformés, St. Vincent de Paul

Im 14. Jahrhundert ließen sich die Augustiner-Eremiten am Alten Hafen nieder, wo heute die Kirche Saint-Ferréol steht. Im 16. Jahrhundert wurde der Orden reformiert und erbaute als neuer Orden am Ende der Canebière ein neues Kloster. Im Jahre 1803 wurde in dem ständig anwachsenden Viertel eine neue Gemeinde gegründet.

Johanna Mark & Sophie Lingg

Marseille – eine kosmopolitische Stadt

27 Jun

Frankreich hat eine lange Zuwanderungsgeschichte vorzuweisen, denn bereits im 18. und 19. Jahrhundert, wurden im Zuge der Industrialisierungsprozesse Einwanderer aufgenommen. Die im ganzen Land sinkende Geburtenrate und die damit ausbleibenden Arbeitskräfte mussten irgendwie kompensiert werden und so wurde ein Anwerbeabkommen abgeschlossen. Zu Beginn der 1930er Jahre war Frankreich neben den USA das zweitwichtigste Einwanderungsland der Welt (Verhältnis zur Gesamtbevölkerung). Im Jahre 1974 wurde jenes Anwerbeprogramm eingestellt und seitdem zählt die Familienzusammenführung zahlenmäßig zu der wichtigsten Form der Zuwanderung. Nachdem in den 1990er Jahren eine „Null-Einwanderungs-Politik“ vertreten wurde, wurde diese Form der Migration zunehmend erschwert.

Mit einem Ballungsgebiet von 1,35 Millionen Einwohnern, ist Marseille die drittgrößte Agglomeration Frankreichs. Durch die Eröffnung des Suezkanals 1869, wurde Marseille der größte Hafen des Mittelmeeres und damit einer der beliebtesten Orte für Einwanderer. Nach dem 2. Weltkrieg entstanden viele neue Arbeitsplätze, wodurch tausende Einwanderer aus Kolonien, insbesondere Algerien (sog. Pieds-Noirs), sich im Norden der Stadt in den sogenannten „Bidonvilles“ (Elendsviertel) niederließen.

Als Vorsitzender der Front National wurde Le Pen, ein rechtsextremer Politiker, 2004 Abgeordneter im Parlament und versuchte die Region Provence, Alpes, Côte d´Azur zu erobern. Vor Allem in Marseilles gab es dagegen Demonstrationen mit Aufschriften wie „Wir sind alle Kinder von Immigranten, 1.-2.-3. Generation“. Dies verdeutlicht noch einmal die Multikulturalität und das Zusammengehörigkeitsgefühl der Stadt.

Der Politologe Jean Viard, auch der Denker von Marseille genannt, hat dies in einen schönen Zitat erfasst: „Was die Dynamik einer Stadt ausmacht, ist ihre Vergangenheit und die Erinnerung daran. Die Kompetenz ihrer Bewohner und der Austausch zwischen Nah und Fern, zwischen verschiedenen sozialen Schichten, Herkünften, Kuturen. Eine homogene Stadt, ob sie nun arm oder reich ist, kann nicht kreativ sein. Insofern hat Marseille mehr Vorzüge als so manch andere Stadt Europas.“

Julia und Fabio

Geschützt: Jasper Sinchai Chadprajong

23 Jun

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